Die Faszination des Eisfischen

Auf mehreren Schweizer Bergseen kann man im Winter sein Glück im Eisfischen versuchen, zum Beispiel im Berner Oberland.

Bild: Eisfischer auf dem Oeschinensee. Archiv

Der Oeschinensee ist das bekannteste Eisfischrevier unseres Landes. Knapp 1600 Meter über Meer liegt dieser Bergsee oberhalb von Kandersteg im Berner Oberland. Im Winter ist das Gewässer stets mit einer 30 bis 50 Zentimeter dicken Eisschicht bedeckt.

Mit Bohrer, Tagespatent und Schlitten
Infotafeln am Oeschinensee vermitteln gute Tipps zum Angeln im Eis, das vom 1. Januar bis Mitte März möglich ist. Tagespatente sind vor Ort im Bergstübli und im Restaurant Oeschinensee erhältlich oder online zu beziehen. Den Bohrer fürs Eisloch muss man selber mitbringen. Fast so wichtig wie dieses Utensil und die Anglergerätschaft ist ein Schlitten. Nach der Eisfischerei winkt am späteren Nachmittag eine zügige Schlittenfahrt hinunter ins Tal.

Strikte Regeln im Kanton Obwalden
Eisfischen kann man auch auf rund 1900 Metern über Meer im Kanton Obwalden. Auf dem Melchsee und dem Tannensee herrschen strenge Regeln. Freies Eisfischen ist hier nicht gestattet. Nur unter Aufsicht eines Guides darf gebohrt und gefischt werden. Vorgeschrieben sind auch Schneeschuhe und Spezialruten, die man vor Ort mieten muss. Auskünfte und Anmeldung für diese Eisfischtour laufen über den Tourismusverein in Kerns.

Geheimtipp: Stausee Garichti
Viel lockerer als im Obwaldnischen geht es auf dem Eisfischgewässer Engstlensee (BE) oder auf dem Stausee Garichti im Kanton Glarus zu. Auf dem 1600 Meter über Meer gelegenen Stausee kann man im vorderen Teil die Rute in ein Eisloch hängen. Dies mit besten Chancen, Regenbogenforellen zu ergattern. Eisfischfans müssen sich sputen, die Saison läuft Ende Februar ab. Patente kann man beim Tourismusbüro oder an der Talstation der Luftseilbahn lösen.

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