Als Maurerin/Maurer ist man vom A bis Z mit dabei
Bauwerke sollen für Jahrzehnte sicheres Wohnen und Arbeiten gewährleisten. Die Arbeit der Maurerin und des Maurers ist daher verantwortungsvoll, verlangt nicht nur körperliche Kraft und handwerkliche Geschicklichkeit, sondern auch volle Konzentration und Mitdenken. Der Arbeitsmarkt bietet gute Chancen für gelernte Maurerinnen und Maurer.
Maurerinnen und Maurer arbeiten im Hoch- oder Tiefbau, wo sie Gebäude, Brücken und ähnliches erstellen. Sie bauen Mauerwerk aus Backstein, Naturstein und Beton. Zudem montieren sie Gerüste, tragen Verputze auf und verlegen Kanalisationsrohre. Maurerinnen und Maurer arbeiten als Angestellte in Baufirmen. Die Betriebsgrösse reicht vom Einmann- bis zum Grossbetrieb mit mehr als 100 Mitarbeitenden. Die Anstellungsbedingungen sind durch den Landesmantelvertrag für das schweizerische Bauhauptgewerbe und regionale Gesamtarbeitsverträge geregelt.
Hoch- oder Tiefbau?
Bei der Ausbildung zur Maurerin/zum Maurer kann zwischen zwei Schwerpunkten gewählt werden: Hochbau oder Tiefbau. Im Hochbau werden vor allem Gebäude erstellt: Wohnhäuser, Einkaufszentren, Schulanlagen oder Industriebauten. Zum Tiefbau gehören Tunnelbauten, Brücken, Kanalisationssysteme oder Infrastrukturbauten wie Kläranlagen, das Strassen- oder Bahnnetz. Die Maurerei beinhaltet sowohl traditionelles Handwerk als auch den Einsatz modernster Maschinen und Baumethoden. Beim Bau einer Backsteinmauer setzen Maurerinnen und Maurer Handwerkzeug ein: Mit der Kelle schöpfen sie Mörtel auf den Backstein, setzen ihn in die Mauer ein und ziehen den überschüssigen Mörtel ab. Mit Richtschnur und Wasserwaage überprüfen sie, ob die Mauer gerade ist. Beim Erstellen eines Sichtmauerwerks verwenden sie anstelle von Back- oder Kalksandsteinen manchmal auch Natursteine.
Einsatz modernster Geräte
Wenn Maurerinnen und Maurer Wände, Decken und Böden aus Beton herstellen, arbeiten sie mit modernsten Geräten und Maschinen. Zuerst erstellen sie aus Holztafeln oder Schalelementen eine Schalung, die als Giessform für den Beton dient. Danach fügen sie Armierungen ein, das heisst Einlagen aus Stahlstäben oder -netzen, die dem Beton die notwendige Zugfestigkeit und somit Stabilität geben. Schliesslich füllen sie mit einer Maschine den frischen Beton ein und verdichten ihn mit der Vibriernadel. Damit sorgen sie dafür, dass keine Luftblasen im Beton zurückbleiben. Maurerinnen und Maurer bringen auch Verputze an, erstellen Zementüberzüge, bauen vorgefertigte Teile wie zum Beispiel Treppen oder Balkongeländer ein, montieren Gerüste, verlegen Kanalisationsrohre in allen Dimensionen und sind mit Erdarbeiten wie Kanal- und Baugrubenaushub beschäftigt. Auf Neubauten arbeiten Maurerinnen und Maurer im Freien, bei Umbauten und Renovationen oft auch im Gebäudeinnern. Zum Teil sind sie in grosser Höhe tätig, weshalb sie schwindelfrei und trittsicher sein müssen. Ihre Arbeit braucht Kraft, aber auch der Kopf ist gefragt, zum Beispiel beim Lesen von Bauplänen, bei der Arbeitsvorbereitung oder bei der Materialbeschaffung. Maurerinnen und Maurer arbeiten vorwiegend in einem Team, das in der Regel von einem Polier geleitet wird.
Ausbildung
Abgeschlossene Volksschule, handwerkliches Geschick, praktisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, robuste Gesundheit, körperliche Beweglichkeit und Kraft, Schwindelfreiheit und natürlich auch Teamfähigkeit sind die wichtigsten Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, entscheidet man sich für das Erlernen des Maurerberufs. Die Ausbildung, die in einer Baufirma absolviert wird, dauert drei Jahre und endet mit dem Erhalt des Eidg. Fähigkeitszeugnis als «Gelernte Maurerin» oder «Gelernter Maurer». Wie bereits erwähnt kann zwischen zwei Schwerpunkten gewählt werden: Hochbau oder Tiefbau. Einmal pro Woche wird die Berufsfachschule besucht, berufsbezogene Fächer sind: Baustoffkunde, Baukonstruktion (Mauerwerksbau, Beton- und Stahlbetonbau, Grundbau und Erdbau u.a.), Fachrechnen und Fachzeichnen. Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung zusätzlich die Berufsmittelschule besucht werden. Weitere Infos sind zu finden unter www.baumeister oder www.berufsberatung.ch

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