Vergnügliches Wildwasser: Kanu- und Raftingland Schweiz

Die Schweiz ist ein ideales Kanuland. Auf den Flüssen in der ganzen Schweiz werden Touren angeboten. Das Angebot reicht von einer eintägigen Kanutour bis zu den sechstägigen Kanuferien. Beim Raften kann auch ein Nicht-Kanute erste Erfahrungen mit dem Wildwasser sammeln. Gemeinsam mit anderen in einem Boot, geführt von einem erfahrenen Raftguide, bewältigt man Wellen und Walzen. Neben dem Erlebnis «Wildwasser» bedeutet Rafting dabei aber auch ein Naturerlebnis aus einem neuen Blickwinkel.

Kanufahrten – ein Wasservergnügen der Extraklasse für jedermann, der schwimmen kann und Freude am Wasser hat. Einmal einen Tag mit dem Kanu auf einem Fluss, das wünschen sich viele. Die eintägigen Touren sind der ideale Einstieg in die Welt des Kanufahrens. Die Touren eignen sich ideal als erlebnisreiche Betriebsausflüge, Schulreisen, Vereinsausflüge oder Familienausflüge. Vorkenntnisse sind keine erforderlich, aber zu wasserscheu sollte man nicht sein, gewisse Schwimmkenntnisse sind empfehlenswert. Kanufahren kommt ursprünglich von den Urvölkern. Aus Knochen und Ästen bauten sie die Gerüste der Kanus und bespannten diese mit Häuten. Damit konnten sie sich auf Seen und zum Teil auch schon auf Flüssen fortbewegen.  Einerseits bauten die Indianer in Nordamerika die Kanadier. Kanadier sind oben ursprünglich offen, man ist meistens kniend im Boot und bewegt sich mit einem Stechpaddel, also mit einem Paddel, welches nur eine Paddelfläche hat. Anderseits entwickelten die Inuit-Völker in den arktischen und subarktischen Regionen das Kajak. Im Kajak sitzt man und das Boot ist oben geschlossen, bis auf eine Luke, wo der Fahrer drin sitzt. Im Gegensatz zum Kanadier paddelt man im Kajak mit einem Doppelpaddel, also einem Paddel mit zwei Paddelflächen.

Aufschwung des Kanusports
Anfangs des 20. Jahrhunderts entstanden in Deutschland die ersten Faltboote, die grosse Ähnlichkeiten mit den ursprünglichen Kajaks der Inuit hatten, allerdings war das Gerüst aus Holz und mit Segeltuch bespannt. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts entstanden die ersten Fiberglasboote. Diese robusteren, jedoch leichteren, Kunststoffboote führten zu einem grossen Aufschwung des Kanusports. Die Kanus konnten nun serienmässig hergestellt, rundere Formen konnten produziert werden und die Boote wurden weniger schnell zerstört. Dies vereinfachte nicht nur das Wildwasserfahren, sondern es wurde auch viel sicherer. In den 80er Jahren wurde das Fiberglas immer mehr durch neuartige Kunststoffe ersetzt und gleichzeitig wurden vermehrt Plastikboote, aus PVC, gebaut, welche im Gegensatz zu den alten Booten unzerstörbar sind. Dies ermöglicht noch schwierige Flüsse zu befahren. Ein Grossteil der Kanufahrer benutzt das Kanu als Fortbewegungs- oder Freizeitgerät. Dabei spricht man von Kanuwandern. Das Ziel dieser Leute ist es, die Natur zu geniessen, abzuschalten und vorwärtszukommen. Auf Flussfahrten kann ein weiterer Anreiz der Adrinalinschub sein. Oft wird aber auch auf dem Fluss einfach die Natur beobachtet und das Kanufahren zum Abschalten des Alltags genutzt. Zurzeit ist das Kanuwandern in Seekajaks sehr beliebt. Das Seekajak hat der Vorteil, dass es schneller ist, als das herkömmliche Tourenkajak und besser geradeaus läuft. Oft hat es in Seekajaks extra Stauräume für Gepäck, so dass man auch mehrere Tage, ja sogar mehrere Wochen unterwegs sein kann. Das Seekajakfahren darf aber auf keinen Fall unterschätzt werden. Gerade auf dem Meer ist es sehr anspruchsvoll und auch auf dem See ist eine gute Technik und Kenntnis über Boot und Wasser unerlässlich.

Beim Rafting sitzen alle im selben Boot
Sport und gemeinschaftliches Erleben in der Natur stehen beim Rafting im Mittelpunkt. In Begleitung eines Tourguides erfahren kleine Gruppen beim Rafting die Kraft der Elemente und die eigenen Grenzen. Die Sicherheit der Tourteilnehmer wird durch geeignete Ausrüstung und qualifizierte Tourguides gewährleistet. Die Kondition der Teilnehmer bestimmt den möglichen Schwierigkeitsgrad einer Raftingtour. Die Skala der Schwierigkeiten reicht von der sehr einfachen Klasse 1 bis 5, also «eigentlich» unfahrbar. Da beim Rafting alle im wahrsten Sinne in einem Boot sitzen, sind Touren auch sehr beliebt, um durch gemeinsames Erleben den Zusammenhalt und die Teamqualität zu verbessern. In dieser Funktion eignet sich das moderne Freizeitvergnügen gleichermassen für Familien und als Betriebsausflug. Die beliebte Raftingtour führt durch die beeindruckende Vorderrheinschlucht, eine der beliebtesten Wildwasser Strecken der Alpen. Der 20 Kilometer lange Flussabschnitt zwischen Ilanz und Reichenau bietet eine äusserst gelungene Kombination von vergnüglichen und spannenden Wildwasser Stromschnellen sowie aussergewöhnlicher Landschaft mit senkrechten Klippen, tiefen Canyons und steil abfallenden Geröllhalden. Die circa 3 Stunden dauernde Tour ist für Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren geeignet. Kinder ab 8 Jahren dürfen die zweite, ruhigere Hälfte ab Versam mitfahren. Angeboten werden Halbtages- und Ganztagestouren, Übernachtungstrips, spezielle Familientouren, Hydrospeed und Kanufahrten.

Das Eis und später das Schmelzwasser des Aletschgletschers haben eine fantastische Felslandschaft geschaffen - die Massaschlucht
Austragungsort für ein unvergessliches Canyoning ist das urchige Walliser Dörflein Blatten am Aletschgletscher. Der Einstieg in die Massaschlucht liegt am Fuss der 120 Meter hohen Gebidem-Staumauer, welche in den 60er Jahren erbaut wurde, um natürliche Wasserenergie zu nutzen. Ausgerüstet mit Neoprenanzug, Helm und Klettergurt folgt man dem Bachbett und kraxelt über Felsblöcke, welche der Aletschletscher hier in der letzten Eiszeit vor rund 11 000 Jahren zurückgelassen hat. Highlights: der 8 Meter Sprung in ein wunderschönes Wasserbecken und die 30 Meter Abseilstelle in die «Kathedrale».

Gemütliche Flussfahrt: Fun Rafting und Kanu Safaris durch die Sonnenstube der Schweiz
Warmes Wasser, wunderschöne Landschaft und italienische Lebensweise – nicht umsonst ist der Ticino der beliebteste Kanu- und Fun Rafting Fluss der Südschweiz. Zwischen grossen Kiesbänken, die zum Anlegen und Verweilen einladen, schlängelt sich der klare Fluss durch das Tal. Ideal geeignet für Wildwasserneulinge, Geniesser, Familien und Schulklassen. Sie fahren auf stabilen, aufblasbaren Zweier-Kanadiern und werden instruiert und begleitet von unseren professionellen Guides.

Wildwasser Saane
Bei Saanen/Gstaad beginnt eine abenteuerliche Wasserreise über die Sprachgrenze in die Waadtländer Ferienregion Pays d'Enhaut. Bis nach Château-d'Oex führt die Saane durch die wilden Schluchten von Vanel und Gérignoz. Hier finden Sie von Mai bis August 15 Kilometer wunderschönen Raftings im mittleren Schwierigkeitsgrad. Die Saane ist in ihrem Oberlauf ein eigenwilliger, temperamentvoller Bergfluss mit Stromschnellen, Wirbeln, Strudeln und Walzen. In der Vanel- und der Gérignozschlucht steigt der Adrenalinpegel, das Herz schlägt ein paar Takte schneller und die Kommandos des erfahrenen Rafting-Guides werden bestimmter. Und dann ist alles wieder friedlich. Kühe grasen auf Weiden und die Saane wird zum freundlichen Flüsschen. Noch einmal das Paddel kräftig durchziehen.

Sportliche Lütschine
Eine der besten Raftingstrecken der Schweiz. Reissender und anspruchsvoller Wildbach mit der malerischsten Ausbootstelle aller Raftingtouren in der Schweiz, auch ohne Raftingerfahrung möglich. Die Lütschine ist eines der interessantesten Raftgewässer der Schweiz. Sie entspringt vor Eiger, Mönch und Jungfrau und führt das Gletscherwasser direkt nach Interlaken und in den Brienzersee. Ein Alpenfluss inmitten einer grandiosen Berg- und Seenkulisse.

Schnelle Landquart
Kurze aber schnelle Raftingstrecke auf der Landquart in Graubünden. Kurz nach dem Einbooten geht es los: Nach ein paar Paddelübungen kommt bereits die erste Stromschnelle. Danach geht es in rascher Folge weiter: Die Landquart ist ein schneller, enger Fluss, der einen beständig fordert. Ca. 1,5 Stunden dauert das Abenteuer, bevor man müde aber glücklich wieder anlegen kann.

Erfrischende Muota
Atemberaubende Bootsfahrt auf der Muota, dem Geheimtipp in der Innerschweiz. Die Muota ist ein typischer Wildbach, welcher nur während der Schneeschmelze und nach Regenfällen genug Wasser führt. Aber wenn! Dann bietet die Muota anspruchsvolles Wildwasser, welches den Vergleich mit den anderen sportlichen Raftingflüssen der Schweiz nicht zu scheuen braucht.

Wilder Inn
Die Giarsun Schlucht des Inns im Unterengadin bietet eine der wildesten Rafting Strecken der Alpen – Wildwasser der Extraklasse. Zwei Strecken unterschiedlicher Schwierigkeit zur Auswahl. Um sich auf das temperamentvolle Alpengewässer einzustimmen, eignet sich das dreistündige Rafting-Abenteuer durch die Scuolerschlucht, die circa 8 Kilometer schönstes Wildwasser bietet. Wer diese Strecke mit Bravour gemeistert hat, fühlt sich der Herausforderung Giarsunschlucht - zwischen Susch und Ardez - bestimmt gewachsen. Anfänglich gibt der Inn sich auch in diesem Abschnitt gefällig, doch nach Giarsun stürzt er sich schnaubend und tosend zwischen hohe Felswände. Bis zur Ausbootstelle in Ardez ist jeder ausgepumpt und absolut happy.

Wuchtige Rhone
Auf Rafts die Rhone hinunter – Wuchtwasser in der Schweiz. Von allen Raftingflüssen der Schweiz hat die Rhone das grösste Wasservolumen. Besonders an heissen Sommertag führt die Schneeschmelze zu steigenden Pegeln und beschert uns unvergessliche Wellenritte. Es gibt zwei Strecken mit stark unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Auf der oberer Strecke, dem sogenannten ‚Abenteuer Parcour zwischen Sousten und Sierre, erwartet Sie anspruchsvolles Rafting mit grossen Wellen. Eine Stunde Abenteuer, die nicht so schnell in Vergessenheit geraten werden. Die untere Strecke, zwischen Sierre und Sion, bietet auf bis zu 20 Kilometer gemütliches einfaches Wildwasser. Unterwegs können Badestellen und Picknick- Pausen genossen werden. Auf dieser Strecke können zwischen Tages- oder Halbtagesprogrammen gewählt werden. Eine Teilstrecke ist ausserdem mit Hydrospeeds befahrbar.

Aare Schlauchboot- oder Kanufahrt
Ein gemütlicher Spass im frischen Nass der Aare. Kanu- oder Schlauchboot-Treibfahrt auf der Aare von Thun nach Bern. Eine gemütliche Kanu- oder Schlauchboot-Fahrt auf der Aare von Thun nach Bern unter professioneller Leitung ist ein besonderes Erlebnis: schnelle und langsame Strömungen in einer abwechslungsreichen Flusslandschaft, Ausblicke auf die Berner Alpen, die eindrückliche Durchquerung der Stadt Bern und zum Abschluss der Wohlensee. Wer Lust hat, verlängert den Ausflug um eine oder mehrere Nächte und setzt die Flussfahrt nach Solothurn fort. Strecke: Von Thun nach Bern bis zum Wohlensee, etwa 28 Kilometer, Dauer circa 3 bis 4 Stunden. Die Touren werden meist von Mai bis Oktober durchgeführt. Geeignet für Erwachsene und Kinder ab 7 Jahre.

(Quelle: My Switzerland und Bild: Swiss Image/Christof Sonderegger)
 

 
 
 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. Mai 2012 um 10:46 Uhr