
Graubünden: farbenfroh und vielfältig
1000 Gipfel, 150 Täler und 615 Seen. Graubünden ist der Ort, wo jeder seine Sommerferien unbeschwert geniessen kann – «pacific» nennen die Bündner diesen Zustand umfassenden Wohlseins. Beim Wandern erleichtern kostenlose Bergbahnen den Aufstieg. Distanz-Biker profitieren vom Gepäcktransport und Sprachenkenner freuen sich über rätoromanische Ansagen in der Rhätischen Bahn. Mit 7106 Quadratkilometern Fläche ist Graubünden ausserdem der grösste Kinderspielplatz der Welt.
Hier ist alles anders. Selbst die Farbenlehre: Rot wie die Wagen der Rhätischen Bahn. Gelb wie die Postautos. Blau wie die 615 Seen und der Himmel über den 150 Tälern. Grün wie Wälder und Weiden. Goldbraun wie die Lärchen im Herbst. Grau wie Burgen und Felsen. Weiss wie Schnee und Eis. Setzen Sie auf Rot: Die Rhätische Bahn (Bild oben) bringt Sie nach Klosters, Davos, Arosa, St. Moritz, in die Surselva, ins Engadin, ins Valposchiavo. Setzen Sie auf Gelb: Postautos fahren Sie nach Savognin und ins Val Müstair, auf die Lenzerheide, ins Val Mesolcina und ins Val Bregaglia. Setzen Sie auf Grau: Klettern Sie Wände hoch. Setzen Sie auf Weiss: Stürmen Sie Gipfel, queren Sie Gletscher. Oder setzen Sie sich einfach ins Grüne und geniessen blau. Der Kanton Graubünden umfasst einen Sechstel des schweizerischen Territoriums. Mit 7106 Quadratkilometern ist es der grösste Kanton der Schweiz und mit rund 26 Einwohnerinnen und Einwohnern pro Quadratkilometer der am dünnsten besiedelte.
Dreisprachiger Kanton
«Kaleidoskop» ist die passende Bezeichnung für die Sprachenkarte Graubündens; nur wenige Landstriche der Erde warten mit einer vergleichbaren Vielfalt an Sprachen auf. Die Lage erweist sich als so unübersichtlich und kompliziert, dass selbst manche Einheimische nicht sagen können, wo die Sprachgrenzen verlaufen. Die Sprachen-Geographie Graubündens wird noch dadurch kompliziert, dass sie sich stetig - zugunsten des Deutschen - verschiebt. Von den 187 100 Einwohnerinnen und Einwohnern des Kantons geben rund 65 Prozent Deutsch als Muttersprache an, 17 Prozent Rätoromanisch, 11 Prozent Italienisch und knapp 7 Prozent andere Sprachen. Was die Volkszählungs-Computer in Bern ausgespuckt haben, ist jedoch höchstens eine Annäherung an das sprachliche Kaleidoskop Graubündens. So ist Rätoromanisch nicht eine Sprache, sondern eine Familie von fünf bis sieben Idiomen. Im Bergell und Puschlav wird Italienisch gesprochen; die Dialekte unterscheiden sich jedoch stark. Wagt man sich gar an die Ausscheidung der erstaunlichen Schattierungen der deutschen Dialekte, so ergibt sich ein äusserst buntes Bild.
(Quelle: My Switzerland / Graubünden.ch und Bild: Swiss Image/ Andrea Badrutt)
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