TV Dielsdorf: Mal mehr, mal weniger

Die stetig wachsende und schrumpfende Anzahl der Aktivturner war seit je her eine grosse Herausforderung für den Turnverein Dielsdorf. Trotzdem existiert der Verein weiter.

Bild: Archiv

Zwei Männer, die mit dem Verein in engster Verbindung standen, haben 1878 das Fundament zum Turnverein Dielsdorf gelegt. Erhard Harlacher und Bezirksrichter Suter waren es, die von turnerischem Geiste beseelt, eine kleine Schar von Getreuen um sich versammelten. Beide nahmen an den Geschicken des Turnvereins immer regen Anteil. Bezirksrichter Suter wohnte vielfach den Versammlungen des Turnvereins bei und unterstütze sehr oft mit weisem Rat die Vereinsgeschäfte.
Als Dritter im Bunde gesellte sich zu den beiden Erstgenannten der Lehrer Augustin Müller aus dem Aargau, der im Jahre 1876 nach Dielsdorf berufen wurde. Er übernahm die technische Leitung des Vereins; denn zu jener Zeit konnte es nur einem Pädagogen möglich sein, Unterricht in körperlichen Übungen zu erteilen.

Doppelt genäht, hält besser
Im Jahre 1883 hat dann eine Neugründung des Vereins stattgefunden, wobei als zweiter Oberturner der damals in Dielsdorf ansässige Anton Bachmann das Zepter des Vereins übernahm. Es verging aber längere Zeit, bis der Boden für die weitere Ausbreitung der neuen Kunst geebnet war und sehr oft waren es nur vier bis fünf Turner, die sich um ihren Leiter scharten. Diese erste Zeitepoche war eigentlich eine harte Probe, die an den jungen Verein gestellt wurde, denn es handelte sich manchmal um den Fortbestand der Sektion.

Rückschritt
Im Jahre 1902 übernahm Adolf Huber die Leitung und führten Verein erstmals an ein Kantonalturnfest nach Wetzikon. Im Jahre 1907 wies die Mitgliederliste folgenden Bestand auf:16 Aktive, 30 Passiv-, 3 Frei- und 6 Ehrenmitglieder; total 55 Mitglieder. Das Eidgenössische. Turnfest 1912 in Basel war ein Erfolg, wie ihn der Verein noch nie erlebt hatte. Der erste Eidgenössische. Turnerlorbeerkranz zog in unsere Gemeinde ein und der Empfang war grossartig, der damals den jungen Turnern bereitet wurde. Hauptsächlich waren es die beiden Gründer, die Ehrenmitglieder Suter und Harlacher, die ihrer Freude über das Ereignis beredeten Ausdruck gaben.

Die Blütezeit
Ein stetes Anwachsen der Mitgliederzahl war in den letzten Jahren zu verzeichnen. Der Bestand war bis zur Generalversammlung 1926 auf total 114 Mitglieder angewachsen. Mit der Gründung der verschiedenen Riegen war eine umfassende Statutenrevision und Ausarbeitung von Reglementen und Pflichtenheften notwendig geworden. Am Verbandsturnfest in Schlieren 1941 errang man mit 144 Punkten in der 2. Stärkeklasse den 3. Rang. Grössere Erfolge sind seither Mangelware. Ausser Spesen nichts gewesen würde man heute sagen.

 

 

 

 

 

 

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