
EVZ zeigt unter Groulx neue Handschrift – Effizienz bleibt Thema
Zweites Spiel unter Benoît Groulx, und der EV Zug macht erneut deutlich, wohin die Reise geht. Wie schon am Vorabend in Kloten treten die Zuger auch gegen die SCL Tigers mit viel Tempo und direktem Zug zum Tor auf. Die Angriffe sind kraftvoll, der Weg Richtung gegnerischen Kasten kurz. Vor Langnaus Tor sorgen die Zuger für Verkehr und Unruhe, ganz im Sinne ihres neuen Headcoaches, der ein druckvolles Spiel mit dem Puck und hohes Tempo fordert. Elemente, die lange Zeit nicht mehr zur Zuger DNA gehörten.
Dreckiges Tor sorgt für Führung
Ein altes Manko bleibt jedoch bestehen: die Effizienz. Die Führung fällt nicht nach einem spielerischen Glanzmoment, sondern aus einem wilden Gewühl vor dem Tor, eines jener „dreckigen Tore“, die den Zugern nicht unbedingt liegen.
Zunächst trifft EVZ-Flügel Wingerli den Pfosten. Danach kommt es zum Gerangel: Tigers-Verteidiger Kinnunen fällt auf den eigenen Goalie Boltshauser und versucht, die Scheibe aus der Gefahrenzone zu befördern. Doch Wingerli erreicht sie mit dem Stock und stochert sie dorthin, wo das Tor stehen sollte.
Verletzung erschüttert Tigers
Der EVZ geht konsequent dahin, wo es weh tut. Boltshauser bekommt das vor dem Kasten zu spüren, als Hofmann ihn checkt. Wenig später ereignet sich die folgenschwerere Szene: Topskorer Petersson fällt unglücklich auf das Knie des Goalies. Boltshauser verletzt sich offenbar schwer und muss ausgewechselt werden. Da Ersatzmann Meyer krank ist, kommt der erst 20-jährige Neckar zu seinem Einsatz.
Tigers nutzen Chancen – Genoni hält dagegen
In der Folge finden die Emmentaler besser ins Spiel, auch weil die Zuger plötzlich Konter um Konter zulassen. Mit nur halb schlechtem Gewissen wissen sie jedoch: Torhüter Leonardo Genoni hält sein Team mit mehreren starken Paraden im Spiel. Die Tigers vergeben beste Chancen bis sie im Powerplay zuschlagen. Pesonen und Flavio Schmutz kombinieren beim Ausgleich frei vor Genoni.
Kubalik entscheidet
Die hochkarätig besetzte Zuger Offensive hatte in diesem Jahr, inklusive Champions Hockey League, in elf Spielen nie mehr als zwei Tore erzielt. Bis zu diesem Abend. Dominik Kubalik entwischt der Defensive und düpiert den jungen Neckar mit einem frechen Lupfer zum 2:1. Weil Kinnunen bei einem Mann mehr als letzter Verteidiger den Puck an Petersson verliert, schnürt der Tscheche wenig später den Doppelpack.
