Erneut keine direkte Playoff-Qualifikation für den SC Langenthal
Das entscheidende Spiel um den letzten direkten Playoff-Platz gegen Frauenfeld endet für den SC Langenthal in einer bitteren 4:6-Niederlage. Erst im letzten Drittel konnte sich der SCL offensiv in Szene setzen. Doch zu spät, um das Blatt noch zu wenden. Aus einem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand resultierte schliesslich die Niederlage.
David Hamr bringt Hoffnung, zu spät
45 Minuten waren gespielt, als David Hamr endlich für Aufbruchstimmung sorgte. Nach einem Rückpass von Michael Thomas setzte sich der Stürmer in Fahrt, lief der Frauenfelder Abwehr davon und tunnelte den gegnerischen Keeper, das 3:4. Sekunden später hatten auch Gian Luca Balzer, Topscorer Karym Krayem und Verteidiger Yann Stöckli Chancen auf den Ausgleich, konnten diese jedoch nicht nutzen.
SCL offensiv harmlos
Dass Langenthal überhaupt wieder ins Spiel zurückfand, überraschte. Die Oberaargauer fanden gegen Frauenfeld zunächst nicht wie gewünscht ins Spiel. Bereits in der dritten Minute gerieten sie nach einem Konter in Rückstand. Zwar erzielte Michael Thomas in Überzahl den Ausgleich, doch Gelb-Blau blieb vor dem Tor zunächst harmlos. Frauenfeld hingegen erspielte sich zahlreiche Chancen, bei denen Torhüter Colin Stauffacher mehrfach glänzen musste. Gegen Thimo Kauth (19./31.) war er allerdings machtlos, sodass die Ostschweizer zwischenzeitlich verdient in Führung lagen.
Der Start ins Schlussdrittel verschärfte die Situation: Nach nur 53 Sekunden stand es 1:4, ein Nackenschlag für Langenthal. Zwar verkürzten Aron Krähenbühl (2:4) und David Hamr (3:4) schnell wieder, doch der SCL-Sturm ebbte zu rasch ab. Als Ex-Langenthaler Tom Gerber Mike Wyniger überwand und Adrian Wetli mustergültig bediente, war die Partie endgültig entschieden. „Wir haben nicht über 60 Minuten unser Spiel durchgezogen und defensiv passierten uns deutlich zu viele Fehler“, kommentierte später Trainer Nik Holstein.
Direkte Playoff-Chancen schwinden
Das 3:5 entschied nicht nur das Duell gegen Frauenfeld, sondern begrub auch die letzten Hoffnungen auf den direkten Playoff-Platz. Frauenfeld liegt nun vier Punkte vor Langenthal und hat noch ein Heimspiel gegen das Schlusslicht Pikes Oberthurgau. Mit einem Sieg könnten die Ostschweizer den sechsten Platz sichern – der 6:4-Erfolg im Langenthaler Schoren unterstreicht ihre Ambitionen.
David Hamr verkürzte zwar in der 56. Minute nochmals auf 4:5, doch Frauenfeld traf später ins leere Tor und machte den 6:4-Endstand perfekt. „Dieser Match ärgert uns. Wir haben diverse Chancen nicht genutzt, um ein solches Szenario zu verhindern“, resümierte Holstein. Die Realität ist nun fast unvermeidlich: Auch in dieser Saison wird der SC Langenthal die direkte Playoff-Qualifikation nicht schaffen.
