Doppelte Führung reicht nicht – ZSC Lions unterliegen Genf
Die Zürcher kommen am Samstagabend nicht richtig auf Touren und müssen sich den Gästen aus Genf mit 2:3 geschlagen geben. Eine zweimalige Führung können die Limmatstädter erneut nicht in drei Punkte ummünzen.
Magere Kost gegen Genf
Wer im Duell zwischen dem Tabellendritten und dem Fünftplatzierten einen Leckerbissen erwartete, wurde enttäuscht. Dem Löwenkäfig wird über weite Strecken eher magere Kost geboten. Aus Zürcher Sicht entwickelt sich die Partie mit zunehmender Spieldauer zu einem zähen Kampf.
Umso ärgerlicher ist es für die Stadtzürcher, dass sie aus ihren beiden Führungen keinen Schwung mitnehmen können. Am Ende stehen sie ohne Punkte da und müssen im Schlussspurt der Qualifikation nochmals zulegen.
Die Partie
Beide Teams begegnen sich weitgehend auf Augenhöhe. Hochklassiges Eishockey zeigen sie allerdings nur selten. Auch die Schussstatistik ist ausgeglichen, jeweils 22 Abschlüsse. Bitter für die Zürcher: Die Genfer bringen den Puck einmal mehr im Tor unter.
Dabei beginnt die Partie aus Sicht der Lions ideal. In der 9. Minute spielt Mikko Lehtonen den Puck zu Vinzenz Rohrer, der gekonnt zum 1:0 abschliesst. Grosser Jubel in der Arena und auch etwas Druck fällt beim jungen Österreicher ab. Nach seinem wichtigen Penaltytor am Vortag in Lausanne ist es bereits sein vierter Saisontreffer.
In der 14. Minute sorgt Jesse Puljujärvi für die Gäste jedoch für den Dämpfer und gleicht zum 1:1 aus. Trotzdem zeigen sich die Lions im ersten Drittel solide und belohnen sich kurz vor der Pause: Nur 22 Sekunden vor der ersten Sirene trifft Juho Lammikko zur erneuten Führung. Stadionspeaker Antti Uimonen stimmt den Namen seines Landsmanns gleich dreifach an und lässt die Arena beben.
Schlussphase
Knapp 30 Minuten sind gespielt, als Puljujärvi seine Mannschaft erneut jubeln lässt. Auf Zuspiel von Tim Berni erzielt er den Treffer zum 2:2 und sorgt damit für eine völlig offene Partie.
Schade aus Zürcher Sicht: Eine anschliessende Überzahlsituation bleibt ungenutzt. Am Vortag in Lausanne hatten die Lions noch drei Powerplay-Tore erzielt, diesmal bleiben sie vor heimischem Publikum harmlos.
Wie Powerplay an diesem Abend funktioniert, zeigt dagegen Genève-Servette. Sakari Manninen erzielt rund eine Viertelstunde vor Schluss den späteren Gamewinner zum 3:2.
Auch die Schlussoffensive der Zürcher will nicht mehr richtig gelingen. Die beste Chance vergibt Johan Sundström kurz vor Schluss: Grant lenkt eine Scheibe an Gauthier Descloux vorbei, doch der abgelenkte Querpass rauscht an Sundström vorbei und damit auch die letzte Hoffnung auf den Ausgleich.
Die ZSC Lions müssen sich letztlich mit 2:3 geschlagen geben und wollen am kommenden Donnerstag auswärts beim HC Lugano wieder ein anderes Gesicht zeigen

