Erste Halbzeit gibt den Ausschlag – FC Emmenbrücke unterliegt im Derby dem SC Emmen

Das mit Spannung erwartete Derby zwischen dem FC Emmenbrücke und dem SC Emmen hielt, was es versprach. Am Ende entschied vor allem eine starke erste Halbzeit die Partie zugunsten des SC Emmen, während die Gastgeber trotz Steigerung nach der Pause nicht mehr entscheidend zurückfinden konnten.

Würdiger Auftakt mit stiller Geste


Vor dem Anpfiff stand nicht der Fussball im Mittelpunkt. Ehrenmitglied Franz «Cecco» Amrhein-Von Menteln, der kurz vor seinem 93. Geburtstag verstorben war, wurde mit einer Schweigeminute geehrt. Eine würdevolle Geste, die dem Derby einen besonderen Rahmen verlieh.


Die geplanten Ehrungen für Bojan Malbasic und Stefano Geri (je 100 Einsätze) sowie Egzon Ramadani (150 Spiele im Fanionteam) mussten verschoben werden. Aufgrund des straffen Zeitplans des Schiedsrichters Luzemo werden diese nun beim nächsten Heimspiel gegen den FC Härkingen nachgeholt.



Frühe Dominanz der Gäste


Der SC Emmen startete entschlossen in die Partie und setzte den FC Emmenbrücke früh unter Druck. Bereits in der 7. Minute fiel die Führung: Hönger nutzte einen Durchbruch durch die Mitte und verwertete allein vor dem Torhüter souverän. Die Gäste blieben spielbestimmend und hätten ihre Führung schon früh weiter ausbauen können.


Ein Kopfball von Veseli verfehlte das Tor nur knapp. Gleichzeitig wurde die Partie für den FC Emmenbrücke zusätzlich erschwert, als Trainer Grüter früh verletzungsbedingt wechseln musste. Tanushaj und Hunlede mussten vom Feld, Malbasic und Nikaj kamen neu ins Spiel. Den verletzten Spielern ist an dieser Stelle eine schnelle Genesung zu wünschen.



Zweites Tor vor der Pause


Die Gäste blieben am Drücker und wurden erneut belohnt. Über die linke Seite vorgetragen, fand eine präzise Hereingabe Mansoub, der den Ball sicher zum 0:2 verwertete. Weitere Treffer wären für den SC Emmen durchaus möglich gewesen, doch es blieb bis zur Pause bei diesem Resultat.



Mehr Ballbesitz, aber zu wenig Gefahr


Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der FC Emmenbrücke verbessert und übernahm mehr Ballbesitz. Dennoch fehlte es an Durchschlagskraft im Angriff. Klare Torchancen blieben weitgehend aus, während der SC Emmen mit schnellen Kontern weiterhin gefährlich blieb.


Torhüter Beganovic verhinderte mit mehreren Paraden einen höheren Rückstand und hielt sein Team im Spiel. So blieb die Hoffnung auf eine Wende bestehen.



Späte Hoffnung bleibt unbelohnt


In der 77. Minute gelang Veseli im Getümmel der Anschlusstreffer zum 1:2. Kurz darauf bot sich sogar die Möglichkeit zum Ausgleich, doch Bäuerle verhinderte diesen mit einer entscheidenden Aktion. In den Schlussminuten zeigte sich der SC Emmen abgeklärt und brachte den knappen Vorsprung souverän über die Zeit.


Am Ende bleibt ein Derby, das durch die starke erste Halbzeit der Gäste entschieden wurde. Trotz kämpferischer Leistung nach der Pause musste sich der FC Emmenbrücke mit 1:2 (0:2) geschlagen geben.