HCD zitterte kurz – Davoser Powerplay bringt den Sieg

Der HC Davos feierte am Samstag im 18. Heimspiel der Saison seinen 16. Sieg. Beim 5:4-Erfolg gegen den HC Lugano führten die Bündner nach zwei Dritteln klar mit 5:2, ehe sie im Schlussabschnitt nochmals ins Wanken gerieten. Drei Powerplay-Tore und ein Shorthander bildeten die Grundlage für den verdienten Erfolg.

Verletzungspech und Umstellungen


Nicht einmal über einen ganzen Match hinweg konnte der HCD in Bestbesetzung antreten. Simon Ryfors hatte sich bereits am Freitagabend beim 3:2-Auswärtssieg nach Verlängerung in Bern nach einem Check von Aleksandr Iakovenko verletzt. Der Berner Verteidiger wurde für sein Foul nachträglich superprovisorisch für eine Partie gesperrt. Gegen Lugano rückte Brendan Lemieux ins Team.


Zudem hütete gemäss Rotationsprinzip Sandro Aeschlimann das Tor anstelle von Luca Hollenstein. In der Defensive ersetzte Enzo Guebey den erkrankten Davyd Barandun als siebter Verteidiger.



Starker Start, aber die Gäste treffen


Die Davoser starteten zielstrebig und druckvoll in die Partie und prüften Lugano-Goalie Niklas Schlegel mehrfach. Aus den zahlreichen Abprallern schlugen sie jedoch zunächst kein Kapital. Effizienter präsentierten sich die Gäste: Mit dem ersten Schuss aufs Tor bezwang Luca Fazzini Aeschlimann bei einem Konter zum 0:1 (7.).


Die Platzherren liessen sich davon nicht beirren und übernahmen weiterhin die Kontrolle. Eine Schlüsselszene ereignete sich in der 17. Minute. Connor Carrick checkte Filip Zadina gegen den Kopf und kassierte dafür fünf Strafminuten plus eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Lemieux nutzte die Überzahl sofort zum Ausgleich. Kurz vor der ersten Pause brachte Matej Stransky die Davoser nach einem Powerplay-Tor erneut in Führung (2:1).



Davos nutzt Überzahl


Der Mittelabschnitt begann hektisch. Noch in eigener Überzahl wurden die Davoser wegen eines falschen Spielerwechsels bestraft, was Mike Sgarbossa prompt zum 2:2-Ausgleich nutzte (24.). Doch erneut schlugen die Special Teams zugunsten des HCD aus. Yannick Frehner traf nach einem Konter in Unterzahl zur erneuten Führung (26.). Wenige Minuten später erhöhte Filip Zadina im Powerplay nach Vorarbeit von Lukas Frick auf 4:2 (29.). Es war bereits das dritte Überzahltor der Bündner. Beim 5:2 profitierte Zadina von einem Missgeschick Schlegels, der einen von der Bande zurückspringenden Puck ins eigene Tor lenkte (35.).



Schlussphase mit Spannung


Im Schlussdrittel liess die defensive Konsequenz der Davoser nach. Treffer von Alessandro Bertraggia (42.) und Lorenzo Canonica (50.) brachten Lugano wieder bis auf ein Tor heran. In der Schlussphase fanden die Bündner aber zu mehr Stabilität zurück und brachten den Sieg vor erneut ausverkaufter zondacrypto-Arena souverän über die Zeit.