Thurgau verliert in Bellinzona – Playoffs gegen Olten
Der HCT verliert sein letztes Qualifikationsspiel in Bellinzona mit 2:0. Dank der Resultate auf den anderen Plätzen bleibt das Team dennoch auf Rang 2 der Sky Swiss League. Damit steht fest: Im Playoff-Viertelfinal kommt es zum Duell mit dem EHC Olten.
Ausgangslage vor der letzten Runde
Vor dem abschliessenden Spieltag war die Situation vielschichtig. Rein tabellarisch ging es für den HCT noch um die definitive Sicherung des zweiten Tabellenranges. Gleichzeitig war die Ausgangslage in der Tabelle so eng, dass der Playoff-Gegner nur bedingt in den eigenen Händen lag. Zwischen Olten, Chur, La Chaux-de-Fonds, Visp und Basel war alles möglich und alle möglichen Konstellationen versprachen intensive Viertelfinal-Serien.
Rotationen und Young Lions im Line-up
Der Coaching-Staff entschied sich für einen pragmatischen Ansatz. Das Auswärtsspiel im Tessin wurde genutzt, um Schlüsselspieler zu schonen. Neben den beiden Imports erhielt auch Ewan Huet eine Pause. Zudem fehlten Livio Truog krankheitsbedingt sowie Kevin Etter verletzt.
Dafür rückten gleich vier Young Lions ins Line-up: Elia Laveder als Back-up-Goalie sowie die Feldspieler Nick Golubev, Lukas Weber und Richards Eihe. Für die jungen Akteure bot sich damit die Gelegenheit, Spielpraxis auf Profi-Niveau zu sammeln und sich für weitere Einsätze zu empfehlen.
Trotz dieser Rotationen war die Mannschaft keineswegs chancenlos aufgestellt. Mit Routiniers wie Hobi, Kühni, Rundqvist oder Hollenstein verfügte das Team weiterhin über viel Erfahrung und Qualität.
Ein Gegner mit schmalem Kader
Ein Blick auf Bellinzona zeigte eine Mannschaft, die mit lediglich drei Linien agierte. Kein Spieler wies einen 90er-Jahrgang auf, und die produktivsten Skorer hatten den Klub im Laufe der Saison bereits in Richtung Ligakonkurrenz verlassen. Auf dem Papier sprach vieles für den HCT, zumindest hätte man ein klares Chancenplus erwarten dürfen.
Bellinzona agierte kompakt, diszipliniert und effizient. Die Tessiner überliessen dem HCT phasenweise die Scheibe, verteidigten jedoch konsequent und liessen nur wenig wirklich gefährliche Abschlüsse zu.
Zwei Treffer entscheiden die Partie
Offensiv nutzte Bellinzona seine Möglichkeiten eiskalt aus. Enea Togni brachte die Hausherren in Führung, später erhöhte Tommaso Madaschi auf 2:0. Zwei konsequent zu Ende gespielte Aktionen reichten, um das Spiel in die gewünschte Richtung zu lenken.
Der HCT hingegen rannte an, fand aber über die gesamten 60 Minuten kein Mittel, um Keeper Alessio Beglieri zu bezwingen. Abschlüsse waren vorhanden, doch es fehlte an Präzision, Verkehr vor dem Tor und letzter Entschlossenheit im Abschluss. So blieb am Ende nicht nur die Null auf der Anzeigetafel, sondern auch der Eindruck eines Abends, an dem die letzte Konsequenz fehlte.




